Ich gebe zu ich bin wirklich sehr spät dran! Doch je länger ich hier und unterwegs bin, desto weniger komme ich dazu meine Texte nieder zu schreiben, bzw. desto fauler werde ich. Also, in diesem Post gehts um die zweite Woche in der Franzi hier war. Das ist so ungefähr vor 2 Wochen gewesen..
Die zweite Woche mit Franzi verlief eigentlich wie die erste. Ich ging ins Büro, Franzi ging shoppen und kam sogar einmal ins Büro und verteilte Schokolade und begleitete uns zum Lunch zu Harveys. Weil meine liebe Freundin aber langsam ihr Shopping limit überschritten hatte, hat sie dann doch mehr Zeit im Highpark oder im Starbucks verbracht. Kostet nicht ganz so viel...
Am Donnerstagabend haben wir uns dann ein kleines Highlight gesetzt und sind mit Cathrin ins "Smokeless Joe", einer Bar Downtown, gegangen. Dort gibs ziemlich viele Sorten Bier und überzeugte mit einem gemütlichen Ambiete in einem Keller. War schön, Franzi hat sogar komisches Seafood gegessen. Muscheln, Austern? Ich weiß gar nicht mehr genau, mir hats nicht geschmeckt und ich fands etwas..naja..eklig?!
Tja, und so vergingen dann schnell der Dienstag, Mittwoch und Donnerstag (14-16. Oktober). Am Freitag war dann ihr letzter voller Tag den wir nochmals in der Innenstadt verbrachten. Eaton Centre, Starbucks, ein wenig Sightseeing und schon gings wieder zurück. Es war ein angenehmer Sparziergang im mittlerweile kühlen Toronto.
St. James Cathedral in Toronto
Abends haben wir uns dann mit deutschen Freunden hier getroffen die ich vor ein paar Wochen kennengelernt habe. Genauer gesagt zu Veronika in ihre Studenten WG. Dort haben wir dann etwas vorgeglüht, gequatscht und sind dann mit der U-Bahn ein paar Stationen in einen coolen Club gegangen. Ich kannte ihn nur vom Hören-Sagen und somit wollte ich ihn endlich mal ausprobieren. Die anderen hatten keine bessere Idee und somit gings ins Circa in der John Street im Entertainment District. Der Abend war wirklich klasse und war ein angemessener Abschiedsabend für Franzi. Irgendwann nachts sind wir dann mit Taxi nach Hause - Nahverkehr gibt es nach 2 Uhr nicht mehr...
Am folgenden Samstagmorgen gabs dann das angedachte Abschiedsfrühstück. Bacon, Eier und frische Brötchen - was sollte ich sonst mit Freundin anbieten? Ihre Sachen waren schon gepackt und dann kam ein kleiner Schock: ich hatte ihren Heimflug gecheckt und aufgrund eines Flugzeugwechels war die Maschine mit -40 überbucht anstatt mit freien Plätzen versehen. Tja, aber da die Koffer gepackt und wir so in Abschiedsstimmung waren, sind wir trotzdem zum Flughafen gefahren und haben mal geschaut. Es war leider keine Fehlanzeige im Intranet sondern die Maschine war wirklich überbucht. Dementsprechend hat sie keinen Sitzplatz bekommen sondern höchstens einen schönen Jumpseat den auch meine Eltern nahmen. Franzi wollte aber keinen Jump - alles andere als Business Class kommt für sie gar nicht mehr in Frage. Ich habe sie schon gut erzogen, was?
Tja, da kam nun Plan B ins Spiel. Nach dem verpassten Flug holte uns George lieberweise vom Flughafen ab und brachte uns zur Abschiedsparty von Maike, der Frau vom Arbeitskollegen Olivier. Maike verlässt schonmal Kanada und sucht für die Familie in Deutschland eine neue Wohnung. Schließlich ist das Projekt in ein paar Wochen vorüber und die meisten sind schon am packen. Das ganze Team ist mittlerweile schon seit 3 Jahren mit Familie hier und somit sind sich alle sehr gut bekannt untereinander. Vorher haben wir uns noch Georges Haus angeschaut. Das lustige ist, 3 Arbeitskollegen wohnen mit Familien in der selben Straße nur wenige 100m voneinander getrennt in Mississauga. Mississauga ist die am schnellsten wachsende Stadt auf der Welt (ca. 1mio Einwohner derzeit) und ganz gut zum wohnen, da nah am Flughafen bei den Büros aber auch viel Platz für Häuser mit etwas Garten - was in Toronto unerschwinglich wäre.
Abends gings dann zurück mit dem Go-Bus zurück nach Toronto. Das hat eine Ewigkeit gedauert aber irgendwann waren wir da. Ich habe natürlich Franzis schwere Taschen durch Bus, U-Bahn und auf den letzten Laufmetern zu meinem Appartment getragen. Das möchte kurz erwähnt bleiben.
Der nächste Morgen sah aus wie der Morgen am Samstag: das nächste Abschiedsfrühstück mit Abschiedsstimmung. Wieder zum Flughafen und eingecheckt - dieses mal aber mit genügend freien Plätzen. Franzi bekam ihren Sitz in der Business, hat aber trotzdem keine Minute auf dem Heimflug geschlafen und war somit am Tag der Ankunft ziemlich erschöpft. Tja, wer fliegen will muss leiden. Abends habe ich dann zum Ausklang des Wochenendes die letzten Folgen der vierten Staffel von Lost geschaut. Wow, die Serie bleibt so verdammt spannend. Hut ab! Schade dass die Staffel nur 14 Folgen hatte - aber die Drehbuchautoren in Hollywood mussten ja streiken.
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