alle werden es schon wissen, trotzdem kommt noch ein letztes finales Update für den Blog. Ich bin mittlerweile schon fast wieder 2 Wochen in Deutschland und genieße die Kälte.
Die letzte Torontowoche war relativ unspektakulär. Nachdem das Vegas Wochenende nicht geklappt hatte und meine Freunde dort aber viel Spaß hatten, war ich halt shoppen. Die Bürowoche war geprägt von Schreibtisch aufräumen, Aufgaben zu finalisieren und meinen Abschied zu zelebrieren. Mein letzter Bürotag war der Donnerstag (30.10) wo die Kollegen und ich zum Hooters mittagessen gegangen sind. Nach 20 Chickenwings war ich dann richtig satt. George hielt eine kleine Laudatio und bedankte sich für meinen Einsatz und übergab mir nach dem Essen kleine Geschenke: Canada Pullover, Handschuhe und einen Schal. Das Zeug kann ich auch hier in Deutschland sehr gut gebrauchen!! Nachmittags, zurück vom Hooters, habe ich noch ein paar Muffins und Donuts gekauft und im Team verteilt. Irgendwann, gegen 17 Uhr verließ ich dann das Büro. Abends habe ich dann angefangen meine Sachen zu packen. Am Freitag hatte ich frei und schrieb endlich mal Postkarten. Ich war also nochmal in der Stadt um ein paar Besorgungen zu tätigen und packte meine Sachen komplett fertig. Abends ging es dann auf die Halloweenparty beim Julius (Arbeitskollege) wo ich fast das ganze Team sowieso noch einmal wiedersah. Die meisten hatten klasse Kostüme, da konnte ich nicht mithalten. Das lag aber natürlich nur daran, dass ich ja so im Packstress war und keine Zeit mehr hatte mir ein Kostüm zu kaufen oder zu überlegen. Schließlich hatte ich ja sowieso nur die nötigsten Sachen in Toronto..
Danach sind Cathrin und ich noch in die Stadt gefahren und wollten ein paar Freunde zum Abschied treffen. Leider haben wir die ganze Halloweennacht etwas unterschätzt, alle Clubs waren schon voll, ließen keinen mehr rein oder waren mit einer 50m Warteschlange ausgestattet. Letztendlich haben wir es dann noch in einen mittelmäßigen Club geschafft. Als der natürlich pünktlich um 2 Uhr zumachte, wollten wir noch in einen "After Hour Club". Nachdem mal wieder die halbe Stadt mit Taxi und zu Fuß abgegrast wurde, haben wir es aufgegeben und sind stattdessen zu einem Chinesen nebenan und haben uns noch satt gegessen. Wir waren mittlerweile ziemlich hungrig..So war der Freitagabend auch schon wieder vorbei.
Als ich nachts nach Hause kam lief bei meinem lieben Nachbar über mir (Jerome) noch ordentlich Housemusik - na klar. Am nächsten Morgen sollte mein angestrebter Flug um 13:40 Uhr nach Miami gehen. Gegen 9 Uhr bin ich aufgestanden - was höre ich da? Richtig, immer noch Housemusik über mir. Jerome schien mit einigen Freunde durchgemacht zu haben. Egal, ich konnte gut schlafen, bewunderte aber die Ausdauer meines Nachbars. Alle Sachen waren gepackt und gegen 10:30 schleppte ich mich mit 3 Trolleys und Rucksack zum Flughafen. Es muss ein herrlicher Anblick gewesen sein, mich beim Ein/Aussteigen in den Bussen und U-Bahnen zu beobachten. Irgendwie habe ich es zum Flughafen und zum Checkin geschafft. Ich habe beim Checkin sogar schon einen Sitzplatz bekommen und die Frau sagte auch: "you will go, looks fantastic for you". Beruhigt reiste ich zum letzten mal aus Kanada aus, in die USA ein und war endlich mein Gepäck los. Der Supergau wäre gewesen: Flug voll, ich nicht mit, stehe ich wieder da mit riesen Gepäck, Appartmentsclüssel abgegeben, Handy verkauft..wie wäre es weitergegangen?! Egal, hat ja geklappt.
Positiv zu erwähnen: als Standby Gast zahlt man bei American Airlines keine Gepäckgebühr. Ich wäre sonst 75$ wegen 2 Gepäckstücken und Übergepäck losgeworden. Sie meinte aber: "we dont charge you". Geil, Geld gespart.
Am nächsten Sonntagmorgen gings in die Everglades, ein Sumpfgebiet, nah an Miami im südlichen Sunshine State Florida. Wir haben uns dort Fahrräder ausgeliehen und sind ein bisschen rumgefahren. Kleine Alligatoren am Wegesrand waren die Attraktion schlechthin. Sie sind wie Bären: eigentlich haben Alligatoren Angst vor Menschen und tun einem nichts wenn man sie nicht reizt oder ihnen zu nahe kommt. War ganz interessant. Zurück gabs dann Fastfood bei Wendys und abends haben wir mehr oder weniger gechillt, weil wir vom Vorabend noch ziemlich KO waren und Matthias und Fio am nächsten Tag ja ins Büro mussten.
Am Montag sind dann Alex, Christian und ich zum Strand, der nur 2-3 Blöcke vom Appartment war weg. Die Wohnung hatte eine klasse Lage: direkt am Southbeach, sichere Gegend, aber 2000$ pro Monat. Als wir am Strand ankamen war es ziemlich bewölkt und auch ein paar Tropfen kamen runter, wovon wir uns aber nicht beirren ließen. Wir waren im Wasser und haben uns gut gebräunt als die Sonne wieder rauskam. Wir haben dann dort noch ein paar andere Deutsche kennengelernt und uns für abends 19 Uhr verabredet. Zurück vom Strand, frisch gemacht und gings wieder in die Stadt zur Verabredung. Wir sind ins Münchener Hofbräuhaus gegangen und haben eine Kleinigkeit gegessen. Abends zurück und geschlafen.
Am Dienstag haben wir wieder ein Auto geliehen und wollten auf die Keys. Christian wollte unbedingt mit einem Cabrio cruisen und deswegen haben wir auch eins geliehen. Verdeck runter, losgefahren..kalt, leichter Nieselregen..also angehalten und Verdreck wieder drauf. Naja, war ein Versuch wert. Beim berühmten Bahia Beach haben wir dann einen Boxenstop eingelegt und haben uns an den Strand gelegt und waren im Wasser. Viel besserer Strand als beim Miami Beach!! Es war zwar bewölkt und gab kaum Sonnenschein, aber es war trotzdem warm (>25°). Eigentlich wollten wir danach noch zu Key West, dem südlichsten Punkt der USA mit nur 90 Meilen Entfernung nach Kuba. Aufgrund des zugezogenen Wetters haben wir uns das aber dann doch noch gespart, weil viele meinten es würde kaum etwas zu sehen geben - außer eines berühmten und meist fotografierten Schilder: "90 Meilen nach Kuba". Abends waren wir zurück, machten uns frisch zum Ausgehen. Schwarze Schuhe, eine ordentliche Hose und Hemd waren die Eintrittskarte in einen berühmten Club am Miami Beach: dem Privé. Richtig voll, gute Stimmung, aber leider überhaupt nicht meine Musik: Nur HipHop und Blackmusic. War nicht so mein Abend, den anderen hats aber sehr gut gefallen. Mit Mühe und Not konnte ich Christian und Matthias überzeugen, hier keine Flasche Vodka für 150$ zu bestellen. Wenn man sich die zu 5. teilt ist es preiswerter für den ganzen Abend anstatt einzelne Drinks zu bestellen. Haben wir dann aber nicht gemacht..
Der Donnerstag war dann auch vollgepackt. Wir liehen uns wieder Auto und wollten noch einen dritten Strand ausprobieren: Key Biscayne. Sehr idyllisch mit Palmen und ruhiges Wasser prägte das Ambiente. Man merkte, dass es November war und eigentlich jeder Strand leer war. Das Wasser und der Strand waren aber trotzdem toll. Christian und Alex knackten sogar 2 Kokosnüsse. Auf dem Rückweg machten wir noch Halt in 2 Shoppingmalls um die letzten Einkäufe vorzunehmen. Ich kaufte noch T-Shirts, 3 Levis Jeans (für 100$, 75€) und Hollistersachen für die Alex, eine Freundin von der Franzi. Gegen 20:30 Uhr waren wir wieder im Appartment und duschten. Schließlich war das der letzte gemeinsame Abend für uns 5 in Miami den wir gebührend feiern wollten. Am nächsten Tag, dem Freitag, wollte ich abreisen, Matthias und Fio waren beim Geburtstag vom Chef eingeladen und Christian und Alex wollten am Samstagmorgen um 8 Uhr nach Los Angeles fliegen..daher Donnerstag -> letzte Party.
Wir gingen abends also ins Mansion, ein Club am Miami Beach in den man am Wochenende gar nicht reinkommt. Nur Gästeliste oder reiche Leute mit mehr Frauen als Kerlen im Anhang kommen da rein. Am Donnerstag gehts aber etwas lockerer zu dass wir 5 uns aufteilten um die Chancen zu erhöhen. Am Eingang an der Schlange haben wir zufällig noch 2 deutsche Mädels kennengelernt die dann zum Fio und mir kamen. 2 Kerle, 2 Mädels - alle herausgeputzt mit Hemd und schwarzen Schuhen - ohne Probleme gings rein. Drinnen: super Club, ehrlichgesagt einer der besten in dem ich je war. Nette Leute, super Musik, gute Stimmung und ein VIP Bereich in dem ich mich am Ende sogar reinschmuggeln konnte. Getreu dem Motto von Christian "Für nen guten Abend kann man schonmal nen Hunni lassen" verlief der Abend - ein Drink 14$..
Irgendwann trudelten wir nachts alle wieder im Appartment ein und am Freitagmorgen musste ich auch schon meine Sachen packen - geplanter Rückflug von Miami nach Frankfurt ging um 16:05 Uhr.
In der folgenden Woche habe ich dann die Projektarbeit und Präsentation fertiggestellt und von Donnerstag - Sonntag war ich dann bei meinen Eltern in Neuruppin. Letzten Samstag hat uns dann Steffi nach Berlin zum Essen eingeladen um ihr erstes, richtiges, fettes Gehalt von Ernst&Young, ihrem Arbeitgeber, zu verprassen. War seeeeehr gut! Sonntag gings zurück und letzten Montag war dann mein erster BA Tag..gut am 5. Semester ist, dass viele Kurse in den ersten 4 Semestern nun fertig sind, wir insgesamt also weniger Vorlesungsstunden haben. So ist z. B. heute, dieser Freitag, vorlesungsfrei und ich kam endlich zum Blog schreiben! :)
Ende vom Lied: 3 Monate Toronto sind vorbei, die Woche in Miami ein Highlight und Franzi hat mich wieder. Ich hatte eine super Zeit, viele Leute und Städte kennengelernt und alles was ich an Geld bekommen habe wurde auch ausgegeben. Gespart habe ich nichts, war aber auch nicht das Ziel. Ich lasse den Blog noch einige Zeit online weil ich damit auch für mich die letzten Monate gut dokumentiert habe.
Bis dann!