Samstag, 27. September 2008

Das letzte Wochenende

Hallo!

Meine Faulheit ist in der letzten Woche über mich gekommen, sodass ich heute erst über das letzte Wochenende schreiben kann. Ich muss zugeben, dass ich jetzt eigentlich auch einkaufen und Wäsche waschen wollte, es aber draußen leider regnet. Immerhin komme ich jetzt aber dazu den Blog zu aktualisieren.

Angefangen hat das letzte Wochenende mit dem Abflug meiner Eltern und meiner Cousine, Steffi (Freitag, 19.09). Nachdem meine Eltern genug Geld in Kanada und USA gelassen hatten, wollten sie langsam zurück. Ich bin vom Büro schnell rüber zum Terminal 1 (Danke an George, der mich schnell mit Auto hingefahren hat) um meine Eltern zu verabschieden. Ich habe meine Eltern gebuchte Tickets gekauft, da man die als LH Angehöriger natürlich günstiger bekommt. Für die Buchung hatte ich auch eine Bestätigung, sodass ich meinen Eltern immer gesagt habe, dass sie keine Angst zu haben brauchen, nicht mitzukommen. Tja, Pustekuchen. Die Maschine war mit 17 Plätzen überbucht (Vollzahler) und meine Eltern wurden abgeladen (englischer Fachbegriff: offloading). Nunja, wie bei den New York Flügen sollte mich hier der Vorführeffekt einholen. Wir konnten meine Eltern nach Einverständnis des Kapitäns aber auf den Jump Seats (Klappsitze) platzieren sodass sie dann die Maschine LH471 bekommen haben und keine weitere Nacht hier ausharren mussten. Dad meinte, dass sie auch einen tollen Flug hatten. Klasse Service, Essen aus der Business und einen kleinen Smalltalk mit dem Kapitän versüßten den Flug. Das bestätigt meine These: Jump >>> Economy.

Da rollt der A340-600 an.....

Meine Eltern saßen in einem Raum mit Jump Seats hinter dem Cockpit..

So, meine Eltern und Steffi, die KLM flog, waren also in der Luft und ich hatte endlich wieder STURMFREI. Ich glaube abends habe ich dann nichts mehr gemacht (also ausruhen).

Am Samstag haben Cathrin und ich uns dann ein Auto gemietet (haben das günstigste gemietet, aber Upgrade bekommen: Chrysler, was ein riesiges Auto) und sind nach anfänglichen Problemen mit dem Navi nach Parry Sound an der Georgian Bay gefahren. Das Navi war total blöd: erst war das GPS deaktiviert (da war nur eine Karte, keine interaktive Führung), dann war die falsche Adresse drin, dann war auf einmal der Sicherheitsmodus aktiv, sodass wir während der Fahrt nichts am Gerät machen konnten..irgendwann waren wir dann aber auf Kurs, Ahoi.

Hier liegt Parry Sound...ca. 200km nördlich von Toronto.

Unser Auto. Bescheidenheit ist doch eine deutsche Tugend.

Nach ca. 2 stündiger Fahrt waren wir in Parry Sound angekommen. Wir haben uns dann Tickets für eine Bootsfahrt gekauft (32$ pro Person, schon ein bisschen happig) und sind durch die berühmten 30000 Islands geschippert. Anfangs ein bisschen langweilig wurde die Fahrt dann aber interessant. Vorbei an winzigen Inseln mit Häusern durch kleine Schluchten führte uns der Kapitän selbstsicher durch Teile der Georgian Bay. Leider war es etwas kalt, windig und die Sonne zeigte sich auch nur manchmal. Es war insgesamt aber eine schöne 3 Stündige Fahrt (2h hätten aber auch gereicht...).

Das bin ich. Etwas unterkühlt...

Cathrin hat auch ein bisschen gefroren..

Hier kann man schön die Route erahnen und erkennt die vielen kleinen Inseln. Obs wirklich 30000 sind, habe ich nicht nachgezählt.

Eine von vielen kleinen Inseln mit Haus. Jede Insel hat so eine kleine Bootsanlegestelle, anders kommen die nicht hin (außer Wasserflugzeug).

Lauter kleine Inseln mit kleinen Passargen.

Man kann dort auch kleine Rundflüge über die Islands buchen Bestimmt toll, kostet aber wohl auch so 100$ pro Passargier.

Unser Dampfer.

Dann sind wir noch ein bisschen am Ufer und der Stadt entlang bevor wir dann wieder Richtung Süden nach Toronto gefahren sind. Unterwegs hatten wir uns spontan entschieden in Barrie, eine Stadt am See, kurz zu halten und etwas zu essen. Wir haben uns ein Hooters Lokal mit Blick auf den See ausgeguckt und dort sehr gut gespeist.

Typisches Kleinstadtfeeling...gab nicht soooo viel zu sehen.

Barrie am Ufer - sehr idyllisch.

Cathrin hatte sich für Shrimps entschieden und war ganz glücklich damit.

Danach sind wir zurück zum Flughafen um das Auto abgegeben. Auch hier hat uns das Navi eiskalt in Stich gelassen. Mitten auf einem Highwaykreuz, nahe dem Flughafen, aber wirklich noch weit weg, wollte uns das Navi weißmachen, wir hätten unser Ziel erreicht. Hahahaha..lustig. Da meine Eltern mich aber mit einem sehr guten Orientierungssinn ausgestattet haben, habe ich uns souverän zum Terminal zurückgeführt, nachdem wir uns das Navi schon wieder viele Kilometer auf Highways vom Flughafen entfernt hatte.

Da wir das Wochenende nutzen wollten und wussten, wir könnten Sonntag ja ausschlafen, sind Cathrin und ich nach einer Frischmachpause noch zum Entertainment District Toronto gefahren. Dort sind wir dann auch schnell hängen geblieben. Erst draußen etwas getrunken, danach mit freien Eintritt in einen "Club" auf der oberen Etage. Der Club, Montana genannt, war zwar ganz nett, mehr aber auch nicht. Musik: naja, Leute: naja und insgesamt: ok.. Nichts weltbewegendes, war aber auch nicht der schlechteste Abend. Danach sind wir mit Taxi jeder nach Hause. Besonders amüsant: der Taxifahrer fragte wo wir herkommen würden. Wir meinten: Deutschland..da hat er uns einen kleinen Vortrag gehalten, wie geil die Deutschen zusammenhalten und wie wir den 2. Weltkrieg geführt hätten...?! Ja, der war schon etwas Panne. Nachdem wir mich zuerst zuhause rausgelassen haben, hat sich Cathrin lieber ein neues Taxi genommen. Der Typ war schon etwas seltsam..

Am Sonntag habe ich dann versucht auszuschlafen. Leider bin ich zwischendurch immer mal wach geworden, wollte es aber nicht wahrhaben, und habe demonstrativ meine Augen wieder geschlossen. Mit dieser Taktik habe ich dann bis ca. 11 Uhr geschafft. Einmal die Woche wollte ich ja auch mal ausschlafen...Danach habe ich dann so übliche Wochenendaktivitäten verfolgt: Einkaufen, Handy aufgeladen und ein bisschen Sauber gemacht. Danach habe ich die verpassten Folgen der Lindenstraße der letzten Wochen im Internet angeschaut...und dann?! Ich weiß gar nicht mehr, ich glaube am Sonntag habe ich dann nur noch gegammelt. Muss ja aber auch mal sein.

Donnerstag, 18. September 2008

Toronto in 346 m Höhe mit 360° Aussicht

Nachdem wir glücklich aus New York zurück gekehrt waren, trafen wir uns abends um 18 Uhr am Montag beim CN Tower, dem eigentlichen Wahrzeichens Toronto. Weil das Restaurant immer voll ist, haben wir vorher eine Reservierung getätigt. Schnell gings hoch und pünktlich saßen wir an unserem Tisch.

Man beachte Steffis Ohrringe. Die Löcher sind noch sehr frisch.

Der CN Tower ist insgesamt 540m hoch und das Restaurant dreht sich innerhalb von 72 Minuten um ganze 360° in einer Höhe von 346 metern. Man kann also von jedem Tisch innerhalb einer Stunde alle Seiten von Toronto begutachten. Wir hatten auch Glück mit dem Wetter, sodass uns Wolken nicht den Spaß verdorben hatten. Auch den Sonnenuntergang konnten wir bestaunen.

Schöner Ausblick über Toronto!!

Am Tisch beim Dessert.

Gegessen haben wir alle ein 3-Gänge-Menu. Suppe oder Salat als Vorspeise regten den Appetit für Hühnchen, Lachs oder sonstige Leckereien an. Es war schon ein edler Laden. Als Dessert gabs dann einen Schokotower oder Eis mit Blätterteig und Früchten. Die Auswahl war sehr groß. Ich möchte dieses mal nicht zu sehr ins Detail gehen, weil sonst wieder böse Zungen behaupten, wir (insbesondere ich) würden hier nur essen. An dieser Stelle liebe Grüße nach Heppenheim! :)

Nach dem Essen gings dann noch auf die Aussichts- und Glasplattform. Wenn man in solch einer Höhe nur auf Glas mit Blick in die Tiefe schaut, wird einem schon ganz anders. Danach gings noch für einen abschließenden Drink ins Hard Rock Cafe am Dundas Square. Ich war zwar schon ein paar mal dort, wollte es aber meinen Besuchern nicht vorenthalten. Letztendlich hat es ihnen dort auch seeehr gut gefallen. Mein Dad saß direkt unter einem Britney Spears Jeansrock. Über der Bar ein Keyboard von Depeche Mode und viel viel mehr. Die Kette bietet schon ein sehr schönes Ambiente.

Mit unseren Füßen auf der Glasplattform mit Blick in die Tiefe..Ojee.

Meine Eltern..im Hintergrund die Toronto Islands mit dem Flughafen (Richtung Süden).

Mein Cousinchen und ich.

Im Hard Rock Cafe.

Am Dienstag waren meine Eltern und Steffi dann bei den Niagarafällen. Weil sie sich von den ganzen Touris ein wenig absetzen wollten, absolvierten sie neben den Standardboots und Aussichtsbesuchen auch einen 10km langen Spaziergang. Dieser war im Reiseführer als besonders begehenswert bezeichnet worden. Ich glaube im nachhinein waren sie auch ganz happy wieder zurück zu sein. Abends gegen 19 Uhr haben sie mich dann von meinem Appartment abgeholt und wir sind eine Kleinigkeit Essen in Sharkys, Bloor West Village, gegangen. Meine Eltern waren sehr zufrieden, Steffi und ich hatten uns wohl das falsche ausgesucht. War Ok, aber für kein kulinarisches Highlight.

Mal ohne Alkohol blau.

Man beachte die Spektralfarben.

Auch richtiges Essen (kein Fastfood) macht glücklich.

Am Mittwoch sind die 3 dann für etwas Natur zum Algonquin Park gefahren. Ich denke auch das hat ihnen ganz gut gefallen. So viel Natur gibs zwar zuhause in Neuruppin auch, aber ist das hier nach New York und Toronto mal eine willkommene Abwechslung. Besonders erwähneswert ist hier der Elch, wenn auch nur sein Hinterteil. Auch hier hat Fastfood im Naturpark ("Restaurant") regiert.

Joa, 'nen See halt.

Der bereits angesprochene Elchhintern. Mehr gabs nicht zu essen, nicht mal Bären, worüber aber keiner unglücklich war.

Auch Sportler müssen sich mal setzen.

Ich beim Blog-Schreiben. Das ist wirklich harte Arbeit!! Man beachte bitte mein New York Knicks Capy.



Dienstag, 16. September 2008

Wochenende in New York City!!

Hallo!

am letzten Wochenende hatten meine Eltern, Steffi und ich einen Trip nach New York geplant. Als Airliner habe ich uns natürlich günstige Standby Tickets gekauft. Der einzige Nachteil: man kommt halt nur mit, wenn noch Plätze in der Maschine frei sind. Angepeilt hatten wir Samstag früh gleich die erste Maschine um 6:20 Uhr, weil wir uns dort die besten Chancen ausrechneten. Die Maschinen vormittags waren nur um ein paar Plätze überbucht, sodass man als Standby Passagier meistens mit kommt, weil viele ja zum Flug nicht antreten (kurzfristig umgebucht und so). Naja, diese Rechnung ging dann irgendwie doch nicht so recht auf...wir haben uns gegen 4 Uhr Richtung Flughafen mit einer Limosine gemacht. Mein Dad wollte eigentlich ein Taxi bestellen, kam aber eine Limousine. Während der Fahrt machten wir uns schon ein bisschen Sorgen, wieviel denn das nun kosten würde. 60$, 100$ oder gar 300$? Wir hatten keine Ahnung, aber der Chaffeur trug sogar Anzug mit Krawatte. Zum bösen Erwachen kam es hier jedenfalls noch nicht. Das "Taxi" hat nur 85$ von Downtown Toronto bis zum Flughafen gekostet. Geht ja noch..wir waren halt darauf angewiesen, weil die erste U-Bahn erst morgens ab 6 Uhr fährt.

Vollkommen angemessen fuhren wir in einer Limousine zum Flughafen.

Am Flughafen angekommen checkten wir dann gleich ein. Das ging problemlos, der nette Herr von Air Canada rechnete uns 50:50 Chancen aus, um bei der 6:20 Uhr Maschine mitzukommen. Nach einem aufwendigen und vollkommen überzogenen "Einwanderungsprozess" beim Zoll, bei einer überaus unfreundlichen Amerikanerin, erreichten wir dennoch pünktlich 5:45 Uhr das Gate. Das Boarding begann und jeder der schonmal Standby geflogen ist, weiß, dass nun der Moment der Wahrheit kommen würde. Sitzplatz, ja, nein, vielleicht? Ich machs kurz: bei der Maschine war nichts zu holen. Es war lediglich Platz für 2 Standby Passagiere, die eine höhere Priorität als wir hatten. Ich vermute, dass waren 2 von Air Canada. Da haben wir als Lufthanseaten eher geringen Chancen bei einem Air Canada Flug. Das einzig gute an diesem Umstand war, dass wir nun 3 Stunden Zeit zum Fühstücken hatten. Der nächste Flug ging nämlich erst um 9:15 Uhr.

So sehen frustrierte Standby Flieger aus...

Bei diesem Flug rechnete ich uns eigentlich noch schlechtere Chancen aus, weil der noch mehr überbucht war und Tickets für diesen Flug über das Internet nicht mal mehr verkauft wurden. Das selbe Prozedere..Boarding begann und wir warteten. 5 Minuten vor Abflug ergatterten wir EINEN Sitzplatz. Da wir zu 4. waren, mussten wir uns also trennen. Wir entschieden uns, Steffi den Platz zu geben. Steffi, meine liebe Cousine, startete also 9:15 Uhr Richtung New York. Ein überaus netter Air Canada Mitarbeiter suchte uns noch alternative Flüge nach New York raus, die uns aber leider nicht viel nutzten, weil sowohl Westchester (HPN) als auch Newark (EWR) für uns gefühlt zu weit weg von Manhatten waren. Also stellten wir uns für den nächsten Flug um 11:15 Uhr an. Da führte ich beim Boarding ein nettes Gespräch mit einem anderen Standby Passagier. Dieser hatte 35 Jahre für Air Canada gearbeitet und war mittlerweile pensioniert. Er hatte also einen deutlich besseren Status als wir. Aber auch er kam nicht mit, weil auch diese Maschine voll war. Keine Chance...

Steffi war glücklich...

So, same procedure as every flight, gingen wir also zur nächsten Maschine um 12:15 Uhr. Auch hier sah es schlecht aus, aber die anderen beiden Standby Passagiere bekamen einen Sitzplatz. Mittlerweile waren wir schon 6h am Flughafen und waren immer noch in Toronto. Da kann man schon depressiv werden. Das Personal von Air Canada kannte uns schon. An jedem 2. Boarding war das selbe Personal. Die hatten schon richtig Mitleid mit uns...eine nette Dame gab uns dann aber schon Sitzplätze für die 14:15 Uhr Maschine, weil dort Plätze frei waren. Von 12 Uhr an wussten wir also, wir würden die nächste Maschine nach New York bekommen und genossen ein Sandwich zum Mittagessen. Schnell verging dann die Zeit und zack, wir saßen im Flugzeug. Leider stellte ich an diesem Samstag meinen absoluten negativ Rekord als Standby Passagier auf: 8h am Flughafen und erst die 5. Maschine bekommen. Tja, das war der Vorführeffekt. Kaum hat man Eltern oder Travelpartner dabei, gehts schief. Naja, schwamm drüber. Dafür waren wir dann in New York! Geflogen sind wir übrigens mit einer Embraer 175 mit Entertainment System auch in der Economy Class. Ich schaute dann "Sex and the City" (auf deutsch) um mich auf New York einzustimmen. So viel habe ich leider nicht geschafft, weil der Flug zu kurz war.

Unser Flugzeug..genug Beinfreiheit und Entertainmentsystem.

Welcome to New York!!

In New York angekommen setzten wir uns in die total überfüllte U-Bahn und fuhren über Manhatten nach Brooklyn. Sowohl in der U-Bahn als auch in Brooklyn sahen wir dann irgendwie nur noch schwarz. Wir waren irgendwie die einzigen weißen bzw. Europäer?! Naja, ein kleiner Kulturschock für uns, aber das hielt uns natürlich nicht ab zu unserem durchaus anständigen Hotel zu laufen. Besonders erwähnenswert war die mit Durchsprechanlage und Panzerglas gesicherte Rezeption, die unser etwas mulmiges Gefühl über unsere ersten Eindrücke durchaus bestätigte. Im Hotel haben wir dann auch Steffi getroffen.

Endlich angekommen..glücklich.

Unser Hotel, das Howard Johnson Hotel.

Unsere Hood...

Unser Hotel war in der Utica Ave 599.

Da wir durch die verpassten Flüge sehr viel Zeit verloren hatten, machten wir uns gleich wieder auf Richtung Manhatten (Zimmer bezogen, versucht die Dusche zu bedienen und los gings). Wir fuhren bis Manhatten und hielten an der ersten U-Bahn Stelle auf dem Broadway. Wir flanierten also in Manhatten am Samstagabend und ernährten uns von Fastfood. Spontan entschieden wir uns an diesem Abend noch zum Empire State Buildung zu laufen und hochzufahren, weil dort abends ab 21 Uhr einfach viel weniger los ist als am Tage. Es war die richtige Entscheidung, wir warteten eigentlich nirgendwo und hatten einen super Ausblick über New York. Wirklich fantastisch! Danach liefen wir noch zum Time Square und setzten uns dem Gedrängel, Gewühle und den Menschenmassen aus. Es ist wirklich ein Erlebnis. Danach liefen wir noch ein wenig rum und fuhren wir zum Hotel zurück. Ich glaube wir kamen gegen 1 Uhr und waren somit gute 22 Stunden auf den Beinen. Die Nachtruhe hatten wir uns also reglich verdient.

Nach kurzem Anstehen des Familienoberhauptes gabs die Tickets.

Belohnt wurden wir mit diesem Ausblick..das helle in der Mitte ist der Timesquare.

Beeindruckt..

Toll!!!

Am Timesquare..Steffi zeigt stolz auf ihren Arbeitgeber "Ernst & Young".

Der nächste Morgen begann mit dem schlechtesten Frühstück dass ich je in einem Hotel erlebt habe. Typisch amerikanisch gab es nur: Toast, Marmelade, Erdnussbutter und Schmelzkäse. Oh nein, ich habe die Cornflakes vergessen. Kaffee, Milch und heißes Wasser mit Teebeuteln sollten dann den Durst abdecken. Wer mehr wollte, konnte sich am Getränkeautomat daneben für ein paar Dollar eine Coke holen. Serviert wurde die reichhaltige Auswahl auf Papptellern, mit Plastebesteck und in Bechern. Es gab zwar auch eine dunkle Sklavin, die wir um ihr McDonalds Frühstück beneideten, die jedoch nicht zum Wohle der Frühstückgäste dort "arbeitete", sondern lediglich darauf achtete, dass wir den überaus knackigen goldgebrannten Toast ja nicht mit den Händen anfassen.

Es gab also gar keine Küche, Reste wurden alle vernichtet und die "Nahrung" war sowieso verpackt. Für 200$ pro Nacht pro Doppelzimmer kann man schon besser residieren, aber nicht in New York. Danach gings dann mit der U-Bahn wieder nach Manhatten. Erste Station war in South Manhatten die Fährstation zur Freiheitsstatue (Liberty Island). Ellisisland konnte man eine Bootsstation später auch besichtigen. Es war wirklich ein schöner Anblick bei bestem Wetter.

Zuvor liefen wir auf der Wallstreet.

Auf dem Boot...wirklich warm (HEISS) und sonnig.

Meine Eltern vor der Freiheitsstatue. Ich hätte nie gedacht, dass ich sie mal dorthin bewegen könnte.

Dad hats auch gefallen.

Ausblick auf Manhatten von der Fähre.

Von der südlichen Spitze Manhattens sind wir dann zum Ground Zero, ehemals World Trade Center, gelaufen. Es ist schon ein ziemlich großes klaffendes Loch inmitten der Hochhäuser. Spätestens die Gedenktafeln wecken dann die Erinnerungen vom 11. September. Danach sind wir ein paar Stationen mit der U-Bahn weiter Richtung Norden gefahren und sind auf der 5th Ave entlang gelaufen. Massen von Menschen, eine Hitze zwischen den Hochhäusern vernichtete die Lust aufs Shoppen. Vorbei am Rockefeller Center und diversen Museen waren wir dann an der grünen Lunge New Yorks am Centreal Park angekommen. Kurz pausiert ging es dann schon weiter zur "Gedenkstätte von John Lennon, der dort im Park kurz vor seinem Appartment erschossen wurde.

Gedenktafel mit den Namen der Verstorbenen..

Ein kleffendes Loch in Manhatten..die Arbeiten an den neuen Türmen sind aber schon voll im Gange.

Das Rockefeller Center.

Grüner Ausblick im Central Park.

Hier spielt man Baseball oder sonnt sich einfach nur.

Hier wurde John Lennon von einem geistesgestörten Fan 1980 niedergeschossen (Strawberry Fields).

Steffi wusste dass am Samstag ein Basketspiel in Madison Square Garden stattfinden würde. Nach kurzer Informationsbeschaffung hatten wir die Details: New York Liberty 16 Uhr gegen Detroit. Das wollten wir beide uns nicht nehmen lassen und machten uns auf den Weg. Steffi war besonders motiviert, weil sie doch selber Basketball in Berlin in einem Verein spielt. Gegen 15:30 Uhr stellten wir uns in der Ticketschlange an. Kurz bevor wir dranwaren und unsere 15$ Tickets kaufen wollten, sprach uns eine Frau von hinten an und fragte, ob wir noch Karten bräuchten. Höchstskeptisch fragte ich erstmal, wieviel sie denn dafür haben wollten würde. Sie meinte, "for free". Wir dachten, damit könne man ja nichts verkehrt machen. Erst danach merkten wir dass das 50$ Tickets waren und sie uns mal eben 100$ überlassen hat. COOL! Wir waren total happy und griffen noch gratis Liberty T-Shirts ab. Die Plätze waren 1a, auf Höhe der Mittellinie im unteren Bereich fieberten wir mit. Die Frau meinte, Zitat: "the tickets are actually not too bad". Not too bad? Die waren Spitze!! Danke!!

Letztendlich hat New York mit 59:61 ihr Heimspiel verloren, hatten in den letzten Minuten aber eine fulminante Aufholjagd gestartet, nachdem sie schon 10 Punkte zurücklagen. Geprägt war das Spiel natürlich auch hier mit Gewinnenspielen, Bühnenshows und Chearleading Einlagen. Danach kaufte ich mir noch ein lustiges Cap und Steffi ein Trikot im Souvenir Shop. Es waren wirklich tolle Stunden in der "World's Most Famous Arena".

In Fan T-Shirts feuerten wir sie an!

Beste Aussicht von unseren Plätzen!!


Endstand..Liberty hat knapp verloren..

Steffis Trikot. Natürlich mit eigenem Namen.

Als wir draußen waren holten uns meine Eltern ab nachdem sie selber noch etwas Zeit im Centreal Park undam Guggenheim Museum verbrachten. Danach wollten wir eigentlich noch ein bisschen shoppen. Aber irgendwie waren wir alle etwas KO, um nicht zu sagen völlig am Ende ohne Flüssignahrung bei gefühlten 40°, und genervt von den Millionen Menschen, sodass wir im Endeffekt nichts kauften und auch gar keine Lust mehr hatten. Wir sind dann wieder den Broadway Richtung Süden am Union Square entlang gelaufen und irgendwann in eine U-Bahn gestiegen. Gegen 22 Uhr waren wir dann wieder im Hotel und nahmen eine Kleinigkeit in einem Restaurant gegenüber unseres Hotels zu uns. War eigentlich ganz nett dort. Am späten Abend fanden wir dann noch heraus wie die Dusche funktionierte. Das war wirklich nicht einfach, dass sogar meine 2 Eltern, studierte Diplom-Schiffsbauingineure, versagten. Nach kurzer Nachfrage bei der Rezeption wussten wir aber Bescheid. Ich fragte dann Steffi, was sie denn den ganzen Tag so wichtiges in ihrem Rucksack trug, wo es doch so heiß war und wir nichts gekauft hatten. Sie erwiderte völlig selbstverständlich: "Na meine Jacke, was sonst?!". Es waren am Tage ja auch nur 35° draußen und 50° in der U-Bahn. Danach hat sie abends ihr lange Jeans ausgewrungen. Ich hätte ihr vom Wetterbericht erzählen sollen. Aber gut dass sie ihre Jacke dabei hatte.

Am nächsten Morgen gabs dann wieder ein vorzügliches Frühstück bevor wir die Anreise zum Flughafen antraten. Hier wäre zu erwähnen, dass der Busfahrer sowas von unfreundlich und nicht in der Lage war, uns eine kurze Auskunft zu geben oder gar unser Busticket zu bestätigen. Er hat uns oder seine Glasscheibe immer nur dumm angeguckt und 2 Sätze wiederholt: "You have 4 transfer tickets". Ja, das wussten wir, aber nicht was wir mit dieser Information anfangen sollten?! Wir sind dann einfach rein, nachdem wir dann bestätigt wussten, dass wir einfach durchgehen können. Am Terminal fragte ich dann, bei welcher Haltestelle wir für einen Air Canada Flug raus müssten. Er sagte immer: "This is not Air Canada". Ich sagte: "ich weiß, aber an welcher haltestelle sind denn die Air Canada Gates?" Er wiederholte: "This is not Air Canada". TOLL, DANKE FÜR DIE INFO. Wir sind dann am Ende am richtigen Halt raus (Ausschlussverfahren). Im nachhinein klingt das noch ganz locker, wir waren aber echt richtig angepisst (entschuldigt den Ausdruck) vom unfreundlichsten Menschen mit dem ich je geredet habe.

Im Gegensatz zum Hinflug haben wir hier unseren angepeilten Rückflug bekommen und waren pünktlich gegen 13 Uhr in Toronto. Wir holten den Mietwagen für meine Eltern und testeten anschließend einen McDonalds auf der Dundas Street, obs denn so schmeckt wie in Deutschland (Ergebnis: Ja, wir wollten ja eigentlich auch nur eine Kleinigkeit schnell essen). Danach luden uns meine Eltern bei mir ab. Sie fuhren zu ihrem Hotel und wir trafen uns abends um 18 Uhr zum Abendessen in 360 m Höhe im CN Tower. Ein Bericht hierüber folgt in einem extra Post.

Wir reihten uns als Flugzeug Nummer 17 auf der Startbahn ein..

Bescheiden wie unsere Flughafenlimousine fiel der Leihwagen meiner Eltern aus - ausnahmsweise mal ohne Chauffeur.

Resume über New York: Es ist schon eine beeindruckende Stadt. Halli-Galli, nirgendwo Ruhe. Überfüllte U-Bahnen, Menschenmassen quetschen sich durch Straßen und Einrichtungen. Ich glaube in einem Penthouseappartment kann man dort gut leben. New York bekommt aber meine absolute Empfehlung und ist ein echtes Erlebnis! Man kann dort sicher sehr gut Zeit verbringen, die wir aber leider nicht hatten und alles im Schnellflug abgrasen mussten. Dennoch war es ein sehr schönes Wochenende.