Samstag, 27. September 2008

Das letzte Wochenende

Hallo!

Meine Faulheit ist in der letzten Woche über mich gekommen, sodass ich heute erst über das letzte Wochenende schreiben kann. Ich muss zugeben, dass ich jetzt eigentlich auch einkaufen und Wäsche waschen wollte, es aber draußen leider regnet. Immerhin komme ich jetzt aber dazu den Blog zu aktualisieren.

Angefangen hat das letzte Wochenende mit dem Abflug meiner Eltern und meiner Cousine, Steffi (Freitag, 19.09). Nachdem meine Eltern genug Geld in Kanada und USA gelassen hatten, wollten sie langsam zurück. Ich bin vom Büro schnell rüber zum Terminal 1 (Danke an George, der mich schnell mit Auto hingefahren hat) um meine Eltern zu verabschieden. Ich habe meine Eltern gebuchte Tickets gekauft, da man die als LH Angehöriger natürlich günstiger bekommt. Für die Buchung hatte ich auch eine Bestätigung, sodass ich meinen Eltern immer gesagt habe, dass sie keine Angst zu haben brauchen, nicht mitzukommen. Tja, Pustekuchen. Die Maschine war mit 17 Plätzen überbucht (Vollzahler) und meine Eltern wurden abgeladen (englischer Fachbegriff: offloading). Nunja, wie bei den New York Flügen sollte mich hier der Vorführeffekt einholen. Wir konnten meine Eltern nach Einverständnis des Kapitäns aber auf den Jump Seats (Klappsitze) platzieren sodass sie dann die Maschine LH471 bekommen haben und keine weitere Nacht hier ausharren mussten. Dad meinte, dass sie auch einen tollen Flug hatten. Klasse Service, Essen aus der Business und einen kleinen Smalltalk mit dem Kapitän versüßten den Flug. Das bestätigt meine These: Jump >>> Economy.

Da rollt der A340-600 an.....

Meine Eltern saßen in einem Raum mit Jump Seats hinter dem Cockpit..

So, meine Eltern und Steffi, die KLM flog, waren also in der Luft und ich hatte endlich wieder STURMFREI. Ich glaube abends habe ich dann nichts mehr gemacht (also ausruhen).

Am Samstag haben Cathrin und ich uns dann ein Auto gemietet (haben das günstigste gemietet, aber Upgrade bekommen: Chrysler, was ein riesiges Auto) und sind nach anfänglichen Problemen mit dem Navi nach Parry Sound an der Georgian Bay gefahren. Das Navi war total blöd: erst war das GPS deaktiviert (da war nur eine Karte, keine interaktive Führung), dann war die falsche Adresse drin, dann war auf einmal der Sicherheitsmodus aktiv, sodass wir während der Fahrt nichts am Gerät machen konnten..irgendwann waren wir dann aber auf Kurs, Ahoi.

Hier liegt Parry Sound...ca. 200km nördlich von Toronto.

Unser Auto. Bescheidenheit ist doch eine deutsche Tugend.

Nach ca. 2 stündiger Fahrt waren wir in Parry Sound angekommen. Wir haben uns dann Tickets für eine Bootsfahrt gekauft (32$ pro Person, schon ein bisschen happig) und sind durch die berühmten 30000 Islands geschippert. Anfangs ein bisschen langweilig wurde die Fahrt dann aber interessant. Vorbei an winzigen Inseln mit Häusern durch kleine Schluchten führte uns der Kapitän selbstsicher durch Teile der Georgian Bay. Leider war es etwas kalt, windig und die Sonne zeigte sich auch nur manchmal. Es war insgesamt aber eine schöne 3 Stündige Fahrt (2h hätten aber auch gereicht...).

Das bin ich. Etwas unterkühlt...

Cathrin hat auch ein bisschen gefroren..

Hier kann man schön die Route erahnen und erkennt die vielen kleinen Inseln. Obs wirklich 30000 sind, habe ich nicht nachgezählt.

Eine von vielen kleinen Inseln mit Haus. Jede Insel hat so eine kleine Bootsanlegestelle, anders kommen die nicht hin (außer Wasserflugzeug).

Lauter kleine Inseln mit kleinen Passargen.

Man kann dort auch kleine Rundflüge über die Islands buchen Bestimmt toll, kostet aber wohl auch so 100$ pro Passargier.

Unser Dampfer.

Dann sind wir noch ein bisschen am Ufer und der Stadt entlang bevor wir dann wieder Richtung Süden nach Toronto gefahren sind. Unterwegs hatten wir uns spontan entschieden in Barrie, eine Stadt am See, kurz zu halten und etwas zu essen. Wir haben uns ein Hooters Lokal mit Blick auf den See ausgeguckt und dort sehr gut gespeist.

Typisches Kleinstadtfeeling...gab nicht soooo viel zu sehen.

Barrie am Ufer - sehr idyllisch.

Cathrin hatte sich für Shrimps entschieden und war ganz glücklich damit.

Danach sind wir zurück zum Flughafen um das Auto abgegeben. Auch hier hat uns das Navi eiskalt in Stich gelassen. Mitten auf einem Highwaykreuz, nahe dem Flughafen, aber wirklich noch weit weg, wollte uns das Navi weißmachen, wir hätten unser Ziel erreicht. Hahahaha..lustig. Da meine Eltern mich aber mit einem sehr guten Orientierungssinn ausgestattet haben, habe ich uns souverän zum Terminal zurückgeführt, nachdem wir uns das Navi schon wieder viele Kilometer auf Highways vom Flughafen entfernt hatte.

Da wir das Wochenende nutzen wollten und wussten, wir könnten Sonntag ja ausschlafen, sind Cathrin und ich nach einer Frischmachpause noch zum Entertainment District Toronto gefahren. Dort sind wir dann auch schnell hängen geblieben. Erst draußen etwas getrunken, danach mit freien Eintritt in einen "Club" auf der oberen Etage. Der Club, Montana genannt, war zwar ganz nett, mehr aber auch nicht. Musik: naja, Leute: naja und insgesamt: ok.. Nichts weltbewegendes, war aber auch nicht der schlechteste Abend. Danach sind wir mit Taxi jeder nach Hause. Besonders amüsant: der Taxifahrer fragte wo wir herkommen würden. Wir meinten: Deutschland..da hat er uns einen kleinen Vortrag gehalten, wie geil die Deutschen zusammenhalten und wie wir den 2. Weltkrieg geführt hätten...?! Ja, der war schon etwas Panne. Nachdem wir mich zuerst zuhause rausgelassen haben, hat sich Cathrin lieber ein neues Taxi genommen. Der Typ war schon etwas seltsam..

Am Sonntag habe ich dann versucht auszuschlafen. Leider bin ich zwischendurch immer mal wach geworden, wollte es aber nicht wahrhaben, und habe demonstrativ meine Augen wieder geschlossen. Mit dieser Taktik habe ich dann bis ca. 11 Uhr geschafft. Einmal die Woche wollte ich ja auch mal ausschlafen...Danach habe ich dann so übliche Wochenendaktivitäten verfolgt: Einkaufen, Handy aufgeladen und ein bisschen Sauber gemacht. Danach habe ich die verpassten Folgen der Lindenstraße der letzten Wochen im Internet angeschaut...und dann?! Ich weiß gar nicht mehr, ich glaube am Sonntag habe ich dann nur noch gegammelt. Muss ja aber auch mal sein.

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