Mittwoch, 29. Oktober 2008

Wochenende in Las Vegas?!

Hallo!

Nachdem du nun Franzi heimgeflogen war galt meine ganze Aufmerksamkeit den Vorbereitungen für das anstehende lange Wochenende in Las Vegas. Ich wollte dort zwei BA Freunde treffen die zurzeit genau das gleiche wie ich machen, nur in Miami. Also BA Studenten bei Lufthansa Systems, 5. Semester, Wirtschaftsinformatik, gleicher Kurs...

Zuvor habe ich mich letzte Woche Mittwoch nochmal mit Veronika, Basti und Sara in einer Bar Downtown getroffen. Dort hatten wir ein paar Drinks, sind danach aber wieder sicher und früh nach Hause gekommen. War ein netter Abend (also wirklich nett, nicht das was man "nett" nachsagt).

Vroni, Basti und Sara.

Ansonsten habe ich die Zeit mit einfachen Dingen wie Einkaufen, Wäschewaschen und King-of-Queens gucken verbracht. Da meine Vegas Direktflüge mit Air Canada so verdammt voll aussahen, habe ich mir noch extra Tickets für US Airways und United Airlines gekauft. Man kann nicht genutzte Standby Tickets zum Glück bei Nichtnutzung zurückgeben, sodass man sich im Vorfeld mit genügend Optionen eindecken und nichtgenutzte Tickets gegen Geld zurücktauschen kann. Ich hatte mir den folgenden Montag freigenommen sodass ich das Wochenende optimal von Freitag - Montag gestalten wollte. Ein Arbeitskollege aus dem Servicemanagement wollte ebenfalls nach Vegas - allerdings am Samstag - und dort Freunde zu besuchen die dort ihre Flitterwochen verbringen.

Ich ging also Freitagnachmittag aus dem Büro und ging zum Flughafen. Nach guter Meldungen der Hotlines die ich zuvor anrief traf mich dann aber am Checkin dann doch der Schlag. Der Direktflug mit Air Canada war mit -2 überbucht und der Umweg über Chicago war von Chicago aus mit -10 überbucht. Damit schied die Chicagovariante aus - aber bis Chicago wäre ich gekommen - ich hatte schon einen Sitzplatz. Ich wartete also den Direktflug ab. Und? Pustekuchen, kein Platz bekommen. Es war am Ende nur noch ein Platz frei und den bekam jemand Besseres als ich. Ich habe mich dann noch mit einem Piloten von Air Canada unterhalten - auch auf Standbyliste - der dann im Cockpit auf dem Jump mitdurfte. Leider nutzt Air Canada die anderen Jumpseats nicht für Standbys, somit war der Abend gelaufen. Ich durfte mich dann wieder bei der Kanada-Einreise anstellen obwohl ich gar nicht weg war - aber so wird das hier gemacht. Das war mittlerweile meine 4. KANADA-USA-KANADA Ein/Ausreise...leider auch die kürzeste.

Meine zwei Freunde Matthn und Fio haben ihre Flüge aus Miami wie geplant bekommen. Glückwunsch! Ich hoffe ihr hattet ein schönes Wochenende ohne mich?! Egal, wenigstens habt ihr das gebuchte Hotelzimmer genutzt, das hätten wir so spontan nicht mehr stornieren können.

Das ganze war eigentlich gar nicht so schlimm, denn ich hatte natürlich für den Freitagabend einen Plan B. Der sah vor, mich wieder mit den anderen deutschen Studenten zu treffen und danach in einen Club zu gehen. Gesagt, getan: schnell nach Hause, Trolly in die Ecke gefeuert, umgezogen und ab zur Party. Was sollte ich sonst machen?! 30 Minuten nach dem ich bei Vroni ankam gings schon los zum Club Cantina. Eintritt frei, Musik ok, Leute - naja?! War nicht ganz unser Fall, aber nicht schlecht. Wir entschieden uns dann schnell für den anderen Club in dem wir in der Woche zuvor schon waren: Circa.

Eintritt kostete 20$. Mehr als letzte Woche? Ja, als wir drin waren merkten wir wieso: dort legte eine House/Elektroband live auf. Es war hammermäßig voll und die machten echt klasse Musik. Es war total mein Fall. Die Band hieß Crystal Castle..hier ein Vorgeschmack: http://www.youtube.com/watch?v=MveATYWPT8w
Auf youtube klingt das etwas lahm, aber im Club mit Stimmung und Bass gings ziemlich ab. Vermutlich so wie hier: http://www.youtube.com/watch?v=qKCOc07GlZ4

Der Sebastian..

Basti und ich.

Auch zwei deutsche Studis. ich glaube, Günther und Sebastian waren ihre Namen.

Ajo, war dann ein schöner Abend. Gut amüsiert, viele Leute getroffen. Stark! Um 4:30 Uhr war ich dann zuhause und habe erstmal bis 12 Uhr ausgeschlafen anstatt den Vegas Flieger um 8:30 Uhr zu probieren (ich hätte 5:30 Uhr wieder aufstehen müssen). Am tage habe ich mich gut ausgeruht und abends gings dann mit Cathrin, Sebastian, Vroni und Basti in ein Thai Restaurant. War sehr lecker und danach gings ins Drakehotel. Das ist ein Club, eine Lounge, eine Bar und ein Restaurant in einem auf verschiedenen Etagen. Ziemlich cool, wir wollten eigentlich nur mal reinschauen und gar nichts trinken..naja, dabei ist es nicht ganz gelieben. Wir haben dann dort bestimmt ein Stündchen verbracht, sind aber dann doch ziemlich früh um 1 Uhr wieder nach Hause.

Cathrin und Pier (ital., keine Ahnung wie man den Namen schreibt)

Doch schon wieder ein Bier in meinen Händen..

Die üblichen Verdächtigen!!

Am Sonntag habe ich dann wieder ausgeschlafen und nachmittags gings mit ein paar Freunden zu einer Outlet Shopping (Vaughan Mall) nördlich von Toronto am Wonderland, einem Freizeitpark, gelegen. Dort gibs u. A. den weltweit größten Tommy Hilfiger Outlet Laden (habe ich jedenfalls im Internet auf irgendeiner Mall Seite gelesen). Dementsprechend habe ich ein bisschen was gekauft - schließlich waren die Preise radikal reduziert und beim Kauf von 2 Artikeln gabs beim 2. Artikel nochmal 50% Rabatt - Outlet Store halt! Ich habe dann noch 1-2 andere Sachen gekauft und war am Ende des Tages mit dem Wochenendes dann doch sehr zufrieden.

Das Geld das ich in Vegas ausgeben wollte habe ich halt in Toronto verprasst, nunja, immer noch besser als bei den Banken anzulegen. Wobei, ich könnte mir vielleicht eine VW Aktie leisten. Aktuell bei 945€ - naja, ich hätte mal letzte Woche kaufen sollen.

Onkel Peter, hast du nicht VW Aktien? Verkaufen!!

Meine Kanadazeit neigt sich langsam dem Ende entgegen, ich befinde mich in meiner letzten Torontowoche! Ich versuche zur Zeit noch krampfhaft meine Projektarbeit zu Ende zu schreiben - wenns doch so einfach wie Blogschreiben wäre. Donnerstag ist mein letzter Tag im Büro, Freitag packe ich meine Sachen und schaffs hoffentlich endlich mal Postkarten zu schreiben, abends zu einer Halloweenparty mit Club danach und Samstag gehts zu meinen zwei Kumpels nach Miami. Nachdem ich dann dort eine Woche lang herum gelungert und mir hoffentlich einen Sonnenbrand geholt habe, fliege ich wieder zurück nach Deutschland. Also, es gibt noch ein paar Sachen hier zu berichten. Bis bald!

Die letzte Woche mit Franzi

Hallo!

Ich gebe zu ich bin wirklich sehr spät dran! Doch je länger ich hier und unterwegs bin, desto weniger komme ich dazu meine Texte nieder zu schreiben, bzw. desto fauler werde ich. Also, in diesem Post gehts um die zweite Woche in der Franzi hier war. Das ist so ungefähr vor 2 Wochen gewesen..

Die zweite Woche mit Franzi verlief eigentlich wie die erste. Ich ging ins Büro, Franzi ging shoppen und kam sogar einmal ins Büro und verteilte Schokolade und begleitete uns zum Lunch zu Harveys. Weil meine liebe Freundin aber langsam ihr Shopping limit überschritten hatte, hat sie dann doch mehr Zeit im Highpark oder im Starbucks verbracht. Kostet nicht ganz so viel...

Indian Summer im Highpark. Man kann die Farbenvielfalt jedenfalls erahnen.

Franzi beim Entspannen.

Im Highpark.

Franzis Lieblingsgetränk in ihren 2 Wochen hier..

Der Beweis: meine Küche hat in den 2 Wochen in denen Franzi hier förmlich geglüht! Das war eine selbstgemachte Lasagne.

Am Donnerstagabend haben wir uns dann ein kleines Highlight gesetzt und sind mit Cathrin ins "Smokeless Joe", einer Bar Downtown, gegangen. Dort gibs ziemlich viele Sorten Bier und überzeugte mit einem gemütlichen Ambiete in einem Keller. War schön, Franzi hat sogar komisches Seafood gegessen. Muscheln, Austern? Ich weiß gar nicht mehr genau, mir hats nicht geschmeckt und ich fands etwas..naja..eklig?!

Franzi und Cathrin - ein Herz und eine Seele.

Wir zu dritt..

Wir zu zweit..

Tja, und so vergingen dann schnell der Dienstag, Mittwoch und Donnerstag (14-16. Oktober). Am Freitag war dann ihr letzter voller Tag den wir nochmals in der Innenstadt verbrachten. Eaton Centre, Starbucks, ein wenig Sightseeing und schon gings wieder zurück. Es war ein angenehmer Sparziergang im mittlerweile kühlen Toronto.

Im Eaton Centre: Die Vögel sind das Wahrzeichen.

Im Starbucks..

St. James Cathedral in Toronto

Abends haben wir uns dann mit deutschen Freunden hier getroffen die ich vor ein paar Wochen kennengelernt habe. Genauer gesagt zu Veronika in ihre Studenten WG. Dort haben wir dann etwas vorgeglüht, gequatscht und sind dann mit der U-Bahn ein paar Stationen in einen coolen Club gegangen. Ich kannte ihn nur vom Hören-Sagen und somit wollte ich ihn endlich mal ausprobieren. Die anderen hatten keine bessere Idee und somit gings ins Circa in der John Street im Entertainment District. Der Abend war wirklich klasse und war ein angemessener Abschiedsabend für Franzi. Irgendwann nachts sind wir dann mit Taxi nach Hause - Nahverkehr gibt es nach 2 Uhr nicht mehr...

Der Basti und ich.

Mein Mädchen.


Die Vroni - echt ein cooles Bild.

Der Sebastian und ich.

Basti, Sima und Manual

Am folgenden Samstagmorgen gabs dann das angedachte Abschiedsfrühstück. Bacon, Eier und frische Brötchen - was sollte ich sonst mit Freundin anbieten? Ihre Sachen waren schon gepackt und dann kam ein kleiner Schock: ich hatte ihren Heimflug gecheckt und aufgrund eines Flugzeugwechels war die Maschine mit -40 überbucht anstatt mit freien Plätzen versehen. Tja, aber da die Koffer gepackt und wir so in Abschiedsstimmung waren, sind wir trotzdem zum Flughafen gefahren und haben mal geschaut. Es war leider keine Fehlanzeige im Intranet sondern die Maschine war wirklich überbucht. Dementsprechend hat sie keinen Sitzplatz bekommen sondern höchstens einen schönen Jumpseat den auch meine Eltern nahmen. Franzi wollte aber keinen Jump - alles andere als Business Class kommt für sie gar nicht mehr in Frage. Ich habe sie schon gut erzogen, was?

Tja, da kam nun Plan B ins Spiel. Nach dem verpassten Flug holte uns George lieberweise vom Flughafen ab und brachte uns zur Abschiedsparty von Maike, der Frau vom Arbeitskollegen Olivier. Maike verlässt schonmal Kanada und sucht für die Familie in Deutschland eine neue Wohnung. Schließlich ist das Projekt in ein paar Wochen vorüber und die meisten sind schon am packen. Das ganze Team ist mittlerweile schon seit 3 Jahren mit Familie hier und somit sind sich alle sehr gut bekannt untereinander. Vorher haben wir uns noch Georges Haus angeschaut. Das lustige ist, 3 Arbeitskollegen wohnen mit Familien in der selben Straße nur wenige 100m voneinander getrennt in Mississauga. Mississauga ist die am schnellsten wachsende Stadt auf der Welt (ca. 1mio Einwohner derzeit) und ganz gut zum wohnen, da nah am Flughafen bei den Büros aber auch viel Platz für Häuser mit etwas Garten - was in Toronto unerschwinglich wäre.

Erster Versuch...gescheitert!



Georges Haus.

George, Franzi und ich.

Volkers Frau, Olivier und Sohn Tohn und Frau Jutta von George.

Cathrin mit dem tollen Hund. Ich glaube sie hätte ihn gerne mitgenommen.

Abends gings dann zurück mit dem Go-Bus zurück nach Toronto. Das hat eine Ewigkeit gedauert aber irgendwann waren wir da. Ich habe natürlich Franzis schwere Taschen durch Bus, U-Bahn und auf den letzten Laufmetern zu meinem Appartment getragen. Das möchte kurz erwähnt bleiben.

Der nächste Morgen sah aus wie der Morgen am Samstag: das nächste Abschiedsfrühstück mit Abschiedsstimmung. Wieder zum Flughafen und eingecheckt - dieses mal aber mit genügend freien Plätzen. Franzi bekam ihren Sitz in der Business, hat aber trotzdem keine Minute auf dem Heimflug geschlafen und war somit am Tag der Ankunft ziemlich erschöpft. Tja, wer fliegen will muss leiden. Abends habe ich dann zum Ausklang des Wochenendes die letzten Folgen der vierten Staffel von Lost geschaut. Wow, die Serie bleibt so verdammt spannend. Hut ab! Schade dass die Staffel nur 14 Folgen hatte - aber die Drehbuchautoren in Hollywood mussten ja streiken.

Zweiter Versuch...

Gelungen!

Das war dann das letzte und dritte Wochenende mit Franzi. Nun war ich wieder alleine und hatte sturmfreie Bude - Yeaha. Bericht der letzten Woche mit Wochenende folgt in Kürze!

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Langes Wochenende in Vancouver

Hallo!

wie im vorherigen Post erwähnt waren Franzi und ich letztes Wochenende in Vancouver. Weil am Montag hier Feiertag ("Thanksgiving") war, bot sich das Wochenende gerade zu an. Als ich dann Freitag früh kurz ins Büro kam, um nur ein paar Kleinigkeiten zu erledigen, traf mich gleich mal der Schlag. Ich habe nämlich auf meine Kreditkartenabrechnung online Einsicht genommen und Folgendes entdeckt:


Diese Positionen gabs 3x. 400€ ...

Na, was seh ich da? 100 GBP? Pfund? Großbritanien? Aber ich bin doch in Kanada? RICHTIG, BETRUG! Ich habe dann gleich bei meinem Kreditkartenanbieter angerufen und nachgefragt. Es scheint, als ob meine Kreditkarte irgendwo kopiert und in Preston eingesetzt wurde. Keine Ahnung wie das passieren konnte, wo ich meine Karte doch nie aus der Hand gebe und auch nur in seriösen Geschäften damit bezahle. Naja, die Karte wurde sofort gesperrt und ein Reklamationsantrag habe ich 10min später per Fax verschickt. Der nette Herr an der Hotline meinte, das sieht eindeutig nach Betrug aus und ich werde mein Geld wiederbekommen. Wenn nicht, gibs Ärger. Jetzt kann ich auf die 400€ erstmal warten..

Nachdem dieser erste Schock am Freitag überstanden war, gings dann früh um 10 Uhr zum Flughafen. Der ist so nah im Büro, dass ich quasi Steine darauf werfen könnte. Nach dem erfolgreichen Checkin am Automaten wartete ich dann auf Franzi die von mir zuhause kam und das Gepäck brachte. Als ich dann das Gepäck aufgeben wollte, gabs den nächsten Schock. Die nette Dame warf mich auf den Dresscode für Standbys bei Air Canada hin: "NO RUNNING SHOES". Na klasse, dabei war ich maximal leggy im Urlaubsfeeling gekleidet. An Christoph: ich weiß, dass du mir davon erzählt hattest. Aber da sich beim Rückflug aus New York keiner für meine Turnschuhe interessiert hatte und mir die Hotline zum Listingmachen auf Nachfrage sagte es gibt keinen Dresscode, machte ich mir darüber keine weitere Gedanken mehr. Bis zu diesem Zeitpunkt..Ich sah unseren halbwegs sicheren Flug um 11:15 Uhr ohne uns nach Vancouver fliegen. Danach malte ich mir aus, wie wir dann bei den folgenden überbuchten Maschinen nicht mitkommen würden. Wochenende, Urlaub, alles dahin. Also, was macht ein reicher BA Student im Ausland? Genau, er kauft sich neue schwarze Lederschuhe im Flughafen. Günstiger gehts ja auch nicht. Egal, ich hatte also neue Schuhe gekauft. Die sind wirklich sehr schick und ich brauchte sowieso neue, weil die alten gerade kaputt gegangen sind. So, Kreditkarte gesperrt, Dresscode erfüllt, was würde jetzt kommen? Richtig, mal nachfragen wieviel Sitzplätze denn noch frei wären. Es hieß: 7 frei, 7 plus uns auf Standby. Haha, also kein Platz für uns. Aja, hatten aber Glück und haben einen Sitzplatz bekommen. Im Flugzeug selber habe ich noch 2 andere freie Plätze gesehen, war also gar nicht so dramatisch. Der Flug war dann toll. Nach Vancouver sinds von Toronto ca. 3500km - 5h Flug in etwa. Das ist ganz schööön weit..Negativ anzumerken: man muss die Kopfhörer für das Entertainmentsystem bezahlen 3$ + Essen, Sandwiches oder Snacks 6$..umsonst gibts nur Getränke. Immerhin..

Geflogen sind wir mit einem A321.

Nach der Ankunft gings dann mit einem Airportshuttle Bus zum Hotel. Das war eine halbe Stadtrundfahrt und da haben wir auch schon viel gesehen. Das Wetter war das ganze Wochenende über Klasse. So gegen 14-15 Uhr waren wir dann im Hotel (btw. 3h zusätzliche Zeitverschiebung) angekommen und haben unser Zimmer bezogen. Super zentral in der Innenstadt, sehr angenehm, super ruhig weil zum Innenhof mit einem Flachbildschirm und einem neuen Badezimmer ausgestattet. Wir konnten wirklich nicht klagen. Dann haben wir uns frisch gemacht und kurz danach ist auch schon Julian eingetroffen.


Unser schönes Hotel zentral in Vancouver an der Nelson Street.

Unser Zimmer - etwas unaufgeräumt aber Ok.

Julian ist ein alter guter Schulfreund von der Franzi. Julian studiert an der Quest University nah bei Vancouver. Er ist förmlich privilegiert! Wir hatten an diesem Wochenende unseren privaten Reiseführer, Franzi hat ihren Schulfreund mal wieder gesehen und ich habe ihn endlich mal richtig kennengelernt. Er hat uns gleich zum Wasser geführt. Am Wasser vorbei Richtung Stanley Park. Vancouver ist verdammt schick! Am Pazifik gelegen, die Berge am Stadtrand und alljährlich ein herrliches Klima. Vancouver ist eine der Topadressen in ganz Kanada..und während unseres Aufenthaltes konnten wir das nur bestätigen.


Endlich hatten sie sich wieder..

Ausblick vom Hafen auf die Berge und North Vancouver.

Auf einer Bank mit Blick aufs Meer.

Kleiner Jachthafen.

Nachdem wir die halbe Innenstadt abgelaufen und sehr hungrig waren, hat uns Julian zu seinem Lieblings Sushi Restaurant geführt. Er nannte es treffenderweise "urich" (schreibt man das so?). Klein aber fein. Wir saßen direkt an der Sushibar und ich sah den frischesten Fisch den ich je in dieser Form gesehen habe. Bis zu diesem Tag war ich kein Sushifreund, wahrscheinlich weil ich dort dann das beste Sushi gegessen habe. Verdammt frisch, lecker und abwechslungsreich. Es war wirklich klasse. Danach gabs noch eine Kostprobe bei "Cafe Blenz" - einer Kaffeekette wie Starbucks. Auch sehr frisch, sehr gut. Danach gings dann zum Hotel zurück und wir schliefen besinnt ein.

Super-Sushi. Ohne Worte, fantastisch.

Mein rechter rechter Platz ist frei.

Am nächsten morgen konnten wir schon ab 6 Uhr nicht mehr schlafen. In Toronto wäre es ja auch schon 9 Uhr gewesen..wir gingen zum Frühstücksbuffet und waren relativ positiv überrascht. Es war eigentlich alles da, nur keine Wurst und kein Käse..aber das kennen die wohl nicht in Kanada. Man konnte sich sogar Waffeln machen - frischer Tag und genügend Waffeleisen waren vorhanden. Julian hat uns dann mit seinem geliehenen Mini abgeholt und wir sind zuerst nach Squamish und dann nach Whistler gefahren. In Squamish ist seine Privatuni (Quest University) und ein paar Kilometer weiter weg ist der berühmte Wintersportort Whistler. Dort finden auch 2010 viele Teile der olympischen Winterspiele statt. Schnee gibts aber erst später - lange dauerts aber nicht mehr und die Lifte und Gondeln waren auch schon unterwegs. An diesem Wochenende war dort der berühmte Turkey Sale zu Thanksgiving. Man konnte günstige Ski und Snowboardsachen kaufen. Nichts für mich, aber schön anzusehen.

Julians geliehener Flitzer aus Californien.

Ausblick von Julians Appartment auf die Berge.

Fussballplatz der Quest University. Nicht schlecht.

Appartmentgebäude für die Studenten.

In Whistler..

Ein verliebtes Päarchen.

Im Winter ist hier bestimmt die Hölle los. Erst recht 2010.


Das war Björn, ein Kommilitone von Julian aus Berlin. Er hat uns nach Whistler begleitet und hat sich für die Winterschneesaison eingedeckt.

Danach gings dann irgendwann wieder zurück nach Vancouver. In Vancouver haben wir dann noch einen Drink im Irish Pub beim Hotel genommen. Am Abend lief ein Eishockeyspiel das im Hockeyland natürlich überall Live auf jedem Monitor übertragen wurde: Vancouver gegen Calgary. Ich glaube Vancouver hat dann auch 5:4 nach einem 1:3 Rückstand gewonnen. Tja, und danach gingen wir dann irgendwann schlafen.

Am Sonntagvormittag gingen wir dann nach dem Frühstück zum "Vancouverlookout". Das ist so ein Turm Downtown von dem man einen schönen Überblick über die Stadt hat. Zwar nicht das höchste Gebäude der Stadt oder vergleichbar mit dem CN Tower in Toronto - dennoch ein schöner Aussichtpunkt über Vancouver. Ein Souvenir für mich, neue Adidasschuhe für Franzi und auch das Geld sind wir somit wieder losgeworden.

Vancouver Lookout...sieht gar nicht so hoch aus.

Kleiner Ticketschalter..

..große Aussicht.

Blick Richtung Norden.

Danach haben wir wieder Julian im Red Robin - einer Fastfoodkette - getroffen und sind zu Granville Island gefahren. Dort gibts einen riesigen Markt mit allerler frischen Sachen: Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch...vergleichbar mit dem St. Lawrence Markt in Toronto. Vom Markt hat man auch einen super Blick auf Vancouver Downtown. Danach gings zum Kitsilano Beach. Der Strand liegt natürlich direkt am Pazifik mit Blick auf Vancouver Downtown, Stanleypark und den Rockeys im Hintergrund.

In der Innenstadt...

Süß, nicht wahr.

Nur noch knapp 480 Tage bis zu den Spielen.

Auf Granville Island.

Blick auf die Innenstadt und die teuren Luxusappartments.


Not bad. Dort würde ich auch wohnen wollen.

Eine Markthalle von innen.

Franzi hat so ziemlich jede Frucht oder Gemüsesorte fotographiert. Hier ein paar Mandarinen.


Blick vom Kitsilano Beach auf den Strand, den Pazifik, den Stanleypark, einen Teil der Innenstadt und den Bergen im Hintergrund. Alles in einer Stadt.

Den Sonnenuntergang haben wir auf einer Park bzw. Strandbank abgewartet.

Danach gings wieder mit dem Leihwagen in die Stadt. Julian hat sich noch etwas Essen zum Abendbrot gekauft. Der einzige negative Punkt der mir in der Innenstadt aufgefallen ist, dass sehr viele Bettler rumsitzen und rumliegen. Direkt vor dem Supermarkt hatten wir dann Mitleid mit einem. Julian kaufte ihm einen Apfel, eine Banane und etwas zu trinken anstatt ihm Geld zu geben. Franzi hat ihm einen warmen Tee gebracht, den er aber nicht wollte. Er mag keinen Tee - haha, hat er doch tatsächlich Ansprüche gestellt. Ich hab dann sein Herz mit einer Tafel Toblerone erobert. Die letzte Stunde es Abends bevor Julian zurück nach Squamish fuhr haben wir in einem Billiardlokal verbracht. Ich kann kein Billard, Franzi kann kein Billiard und somit hat uns Julian so richtig abgezogen. Er hatte es echt drauf - sowas lernt man wenn man in Nordamerika wohnt, glaube ich.

Danach haben wir Abschied von Julian genommen. Er hat uns nochmal zum Vancouver Lookout gebracht weil unsere gekauften Tickets den ganzen Tag galten und wir nochmal einen Blick auf die Stadt bei Dunkelheit nehmen wollten. Franzi war ganz schön traurig - schließlich ein weiterer sehr guten Freund der nicht mehr in Heppenheim ist.

Wirklich weit weg. Von Vancouver nach Frankfurt sind es über 8000 km.

Meine Kamera ist leider nicht so gut - man kanns aber erahnen.

Ich beim Sushiessen - wer hätte es gedacht.

Danach sind wir nochmal durch die Innenstadt geschlendert. Als wir am Hotel waren, entschieden wir uns spontan nochmal das leckere Sushi vom Freitagabend auszuprobieren. Wir gingen wieder zur Sushibar und waren auch dieses mal nicht enttäuscht. Danach sind wir dann zurück ins Hotel und sind irgendwann schlafen gegangen. Am nächsten morgen haben wir dann wieder gefrühstückt und schonmal für unseren Rückflug eingecheckt. In der Hotellobby stand ganz unscheinbar ein Airport-Checkin-Automat. Wir hatten auch den richtigen Tag und überhaupt das perfekte Wochenende erwischt: als wir uns Richtung Flughafen machten hats geregnet und es war sehr diesig. Da kam bestimmt nicht mehr die Sonne raus - perfekter Zeitpunkt für unseren Abflug. Mit öffentlichen Bussen sind wir zum Flughafen und haben gleich eine Maschine früher probier als eingecheckt (die fliegen stündlich...). Der Flug war mit -2 überbucht und es waren auch schon wieder 7 auf Standby. Wir hatten uns gar keine großen Chancen ausgerechnet - unsere Namen fielen aber beim Gate sodass wir mitkamen und sogar nebeneinander sitzen konnten. Die Dame am Gate hat auch wirklich geprüft ob ich Turnschuhe an hatte. Sie hat dann meine Schuhe abgenickt und wir stiegen ein. Sie hätte mir auch wirklich keine Boardkarte mit Turnschuhen gegeben - sie wirkte sehr streng. Um 11:15 Uhr gings also nach Toronto und gegen 19 Uhr waren wir angekommen. Leider kam unser Gepäck erst mit einer späteren Maschine, vermutlich weil unser Gepäck in Vancouver falsch eingecheckt wurde. However, war nicht so schlimm, die Zeit ging schnell vorüber und die spätere Maschine kam auch früher als geplant.

Ein verregneter Vormittag in Vancouver. Zum Glück wollten wir nur abreisen.

Unser A320-100 auf dem Rückweg.

Unser Abendessen gabs dann bei McDonalds weil mein Kühlschrank leer war. Es war wirklich ein klasse langes Wochenende. Danke Julian für die Führung durch Vancouver, ein Danke an Air Canada für die unproblematischen Flüge und danke Petrus für das herrliche Wetter. Vancouver LOHNT sich auf alle Fälle!!!